... ein Elektrizitätswerk ein, das Strom für Beleuchtung und Kraft lieferte. Wurde vorerst nur der Eigenbedarf abgedeckt, so erzeugte das 1908 von der Stadt übernommene Elektrizitätswerk nebst Wasserwerk Strom für die "Allgemeinheit". Strom für die "Allgemeinheit" hieß Strom für 27 Bogenlampen zur Straßenbeleuchtung sowie 20 halbnächtige sowie 27 ganznächtige Glühlampen. Ferner wurden von privater Seite 900 bis 1000 Glühlampen und 10 Bogenlampen sowie 13 Motoren mit zusammen etwa 55 PS angemeldet und angeschlossen. 

96pferdige Wasserturbine 96pferdige Wasserturbine - Die Leistungsfähigkeit des Elektrizitätswerkes wurde dadurch erhöht. Wesentlich erhöht wurde die Leistungsfähigkeit des Elektrizitätswerkes, als im Mai des Jahres 1923 eine 96pferdige Wasserturbine eingebaut wurde und  eine der beiden alten, fast 23 Jahre gelaufenen Turbinen ablöste. In viermonatiger Arbeit war die Turbine, die 28 Schaufeln mit ¾ Meter Wasserdurchlass hatte, eingebaut und wurde am 8. September in Betrieb genommen. Der Siegeszug der Elektrizität in Schkeuditz war nicht mehr aufzuhalten.

1926 waren es schon 150 Straßenlampen, 40 Motoren mit ca. 400 PS und geschätzte 10.000 Glühlampen.

Wurde Gas für die Straßenbeleuchtung nicht verwendet, und logischerweise auch auf den Bau einer Gasanstalt verzichtet, so wurde Schkeuditz im Jahre 1931 doch noch an die Gasversorgung angeschlossen. Erforderlich war dies durch die mittlerweile vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von der Heizenergie bis zur technologischen Nutzung.

Geschichte-1 Ausbau Flughafen Leipzig - Halle Die Energieversorgung boomte mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Schkeuditz. So wurde bekanntermaßen der Flughafen Halle/Leipzig ständig ausgebaut und 1936 die Autobahn Halle - Leipzig dem Verkehr übergeben. 

 

Nach der Wende im Jahre 1989 und der politischen Umgestaltung in unserem Land erfolgte am 06.04.1993 die Gründung der Stadtwerke Schkeuditz GmbH als Eigen-gesellschaft der Stadt Schkeuditz. Erster Geschäftsführer war Herr Hans Riebel aus Bühl, Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Peter Blechschmidt.

Die Stromversorgungsanlagen in der Stadt Schkeuditz sowie 18 Mitarbeiter wurden am 15.07.1995 von der Westsächsischen Energie AG (WESAG) übernommen.

Die ersten 10 Jahre  der Stadtwerke Schkeuditz GmbH.