FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rundum die Energie und Stadtwerke Schkeuditz.

Neue Regelungen ab 2013
Offshore-Haftungsumlage ab 2013 nach § 17 f EnWG-Novelle

Um den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen, plant der Gesetzgeber neue Haftungsregeln, die ab 2013 greifen sollen. Danach haftet der Netzbetreiber für einen verzögerten Netzausbau, die Kosten kann er an die Netznutzer weiterreichen.

Die Offshore-Haftungsumlage würde auf die Netznutzungsentgelte umgelegt und erhöht diese also 2013.

Erneuerbare-Energien-Umlage

Betreiber von Solarmodulen, Windparks oder anderen Erneuerbare-Energien-Anlagen erhalten für einen Zeitraum von 20 Jahren die Garantie, dass der von ihnen erzeugte Strom („EEG-Strom“) zu einem festgelegten Tarif abgekauft wird. Dieser liegt über dem an der Börse gehandelten Marktpreis. Käufer des EEG-Stroms sind die Betreiber der örtlichen Verteilnetze. Sie nehmen den Strom in ihr Netz auf und zahlen für jede eingespeiste Kilowattstunde die EEG-Vergütung an den Betreiber der Erneuerbare-Energien-Anlage. Der örtliche Verteilnetzbetreiber leitet den eingespeisten Erneuerbare-Energien-Strom an den Betreiber des überregionalen Übertragungsnetzes weiter und erhält von diesem die EEG-Vergütung erstattet. Die Betreiber der vier Übertragungsnetze in Deutschland (50hertz, amprion, Transnet BW und Tennet) verkaufen diese Strommengen an der Strombörse. Mit den daraus erzielten Erlösen wird ein Teil der EEG-Vergütungen finanziert. Da die EEG-Vergütungen aber höher sind als der Strompreis an der Börse, bedarf es einer zusätzlichen Finanzierung. Hier hat der Gesetzgeber die Stromanbieter in die Pflicht genommen. Sie sind dafür verantwortlich, beim Kunden eine EEG-Umlage zu erheben und diese Umlage 1:1 an die Übertragungsnetzbetreiber weiterzureichen. Für jeden Stromanbieter gilt die gleiche EEG-Umlage, denn sie wird bundeseinheitlich festgelegt. Die EEGUmlage wird jedes Jahr neu angepasst und im Oktober für das Folgejahr bekannt gegeben.

KWK-Umlage nach KWK-Gesetz

Aufgrund der hohen Effizienz, die durch die Nutzung von Strom und Wärme bei der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht wird, erfährt die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eine besondere Unterstützung des Gesetzgebers. Dokumentiert wird das im „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“. Das Gesetz soll zur Verbesserung des Umweltschutzes und der Erreichung weiterer Energieeinsparungen beitragen sowie die Maßnahmen der Bundesregierung zur Erreichung der Klimaschutzziele flankieren. Ziel ist, den KWK-Anteil bei der Stromerzeugung auf 25 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. Zu diesem Zweck hat der Gesetzgeber die Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus KWK-Anlagen vorrangig abzunehmen und neben einem vereinbarten Preis einen Zuschlag zu zahlen.

Umlage nach §19StromNEV

 

Stromgroßkunden, die mehr als zehn GWh Strom im Jahr verbrauchen und mehr als 7.000 Netznutzungsstunden vorweisen, können sich von der Zahlung des Netzentgeltes befreien lassen. Industrieunternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch können wahrscheinlich insgesamt 440 Millionen Euro Netzentgelte sparen (Quelle: Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne, Seite 12, 20. August 2012).
Die Umlage wird auf die Netznutzungsentgelte umgelegt.