Ablehnung des Breitbandausbaus der Stadtwerke Schkeuditz in den Schkeuditzer Ortsteilen Glesien, Radefeld, Freiroda, Gerbisdorf, Hayna und Wolteritz durch die Bundesnetzagentur.

Die Stadtwerke Schkeuditz GmH wollten mit Ihrem Partner, der HL komm Telekommunikations GmbH, die Kabelverzweiger (KVz) der Telekom in den Schkeuditzer Ortsteilen Glesien, Radefeld, Freiroda, Gerbisdorf, Hayna und Wolteritz mit Glasfaser erschließen, damit die Schkeuditzer Bürger in diesen Ortsteilen ebenfalls in den Genuss von schnellen Internetverbindungen bis 100 Mbit/s kommen können. Dazu wurde am 17.10.2016 ein Antrag auf Eintragung in die Vectoringliste gestellt. Dieser wurde seitens der Telekom abgelehnt. Ein daraufhin eingeleitetes Schiedsverfahren bei der Bundesnetzagentur brachte ebenfalls keine Entscheidung zugunsten der Stadtwerke Schkeuditz. Mit Schreiben vom 30.01.2017  (PDF, 4,4 MB) lehnte die Bundesnetzagentur die Eintragung in die Vectoringliste ab.

In beiden Fällen erfolgte die Ablehnung der Anträge mit der Begründung, dass die besagten Ortsteile in den Jahren 2003 – 2009 im Rahmen eines OPAL-Überbauprojektes erschlossen wurden. Insoweit ist hier ein DSL-Bestandsschutz im Sinne der Ziffer 8.3.1. lit. C) TAL-ÄV gegeben. Laut Aussage der Telekom ist an den KVzs eine breitbandige ADSL-Versorgung gegeben.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Uns als den Stadtwerken Schkeuditz lag viel daran, auch die Schkeuditzer Bürger dort mit schnellem Internet zu versorgen. Ich hoffe, dass die Aussagen der Telekom so zutreffen und empfehle allen Bürgern, die mit Ihren Internetgeschwindigkeiten in den besagten Ortsteilen unzufrieden sind, sich an die Deutsche Telekom zu wenden.“ sagt Ingolf Gutsche, Geschäftsführer der Stadtwerke Schkeuditz